Avengers Endgame

Die erste Hälfte des letzten Teils der Avengers, Infinity War, ließ Millionen von Zuschauern ratlos zurück. Warum? Gerade war die Hälfte aller Lebewesen durch Thanos ausgelöscht worden, und somit auch viele der liebgewonnenen Helden. Der Kampf schien verloren, auch wenn Doctor Strange prophezeit hatte, es gäbe genau EINE einzige Möglichkeit, am Ende siegreich aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen.


Hier setzt der zweite Teil, Endgame, an.


Er beginnt idyllisch (Achtung Zuschauer: Hier wird auf die Aufzählung der x-tausend Verleiher am Anfang so gut wie jeden Films verzichtet, was etwas irritierend ist, wenn man gerade noch Kinotrailer gesehen hat) im Garten von "Hawkeye" Clint Barton, der eigentlich eben noch mit seiner Familie Hotdogs essen wollte, dann aber.....


Gut, an dieser Stelle möchte ich über den Anfang nicht mehr verraten, das wäre zu viel der Spoilerei.


Es sei aber gesagt, dass dies die einleitende Sequenz des Films ist, die sehr emotional ist und verdeutlicht, was das Ende des letzten Teils für die einzelnen Protagonisten bedeutet. In diesem Stil geht es weiter, die erste halbe Stunde ist nicht - wie von vielen Actionfilmen gewohnt - gleich mitten im Kampfgeschehen, sondern könnte auch der Beginn eines Dramas sein. Sogar einschließlich Selbsthilfegruppe mit Captain America.


Nach und nach wird erzählt, wie es den übrig gebliebenen Helden seither ergangen ist: Ironman hat Pepper geheiratet und die beiden haben eine kleine Tochter, Thor hat sich in seiner neuen Heimat, Neu-Asgard, eine Junggesellenbude zugelegt die er nur verlässt, um seine Biervorräte aufzufüllen und lässt sich ansonsten richtig gehen, Hawkeye jagt Verbrechersyndikate, Hulk hat einen neuen Weg gefunden sich zu akzeptieren und die restliche Truppe versucht Gutes zu tun wo sie nur kann, trotz - berechtigter - Depressionen.


Mitten hinein platzt dann, aus heiterem Himmel, Scott "Antman" Lang - eigentlich ebenfalls unter den Opfern von Thanos. Dachte man bisher, allerdings befand er sich die letzten Jahre in der Quantenebene und kam nun, 5 Jahre später, durch einen Zufall frei. Mit Entsetzen wird ihm nach und nach klar, was passiert ist, und es fängt in ihm an zu arbeiten, hat er doch auch Freunde verloren. Mit einem waghalsigen Plan kreuzt er nun beim ehemaligen Hauptquartier der Avengers auf, bereit, alles zu geben, um seine verlorenen Freunde zu retten.


Mehr möchte ich hier nicht erzählen, denn der Film lohnt sich trotz 182 Minuten Spielzeit, und ist ein würdiges Finale, wie ich finde, auch wenn man Abschied von einigen Helden nehmen muss, was mir persönlich so gar nicht gefällt. Wenn auch diese Abschiede logisch sind, so hoffe ich doch, dass die besagten in dem ein oder anderen Ableger wieder auftauchen. Nachdem es sich hier nicht um Biographien handelt, besteht ja noch Hoffnung und alles ist möglich...


Der Film ist trotz seiner Länge spannend, es sind viele prominente Gastauftritte dabei, es gibt ein Wiedersehen mit dem heimlichen Lieblingsbösewicht Loki, Thor erscheint einmal ganz anders auf der Leinwand und die Story ist durchdacht.


Nur wer auf eine extra-Szene nach dem Abspann hofft wird dieses Mal enttäuscht, was für Marvel-Filme mehr als untypisch ist. Nur ein Hämmern soll am Ende des Films zu hören sein, wenn das Marvel-Logo erscheint. Wir haben uns dieses Mal ausnahmsweise nicht die Mühe gemacht, so lange zu warten, da uns der Kinoeinweiser schon gesagt hatte, daß nix mehr kommt.


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