Der Fall Collini

Das erste können wir zügig aufklären. Der Film "Der Fall Collini" spielt in Deutschland, teils auch in Italien. Zu Beginn wird ein Firmenchef auf seinem Hotelzimmer erschossen, und sein Mörder, ein Italiener, wird in der Hotellobby festgenommen.


Augenscheinlich ist die Sache klar. Ein Toter, ein Killer, ein Urteil. Der Film könnte nach 15 Minuten zu Ende sein. Aber da der Mörder jegliche Aussage verweigert, und so gar nicht mehr spricht, platzt der Knoten nach einer halben Stunde dann doch, als sein Pflichtverteidiger (Elyas M'Barek) interessante Entdeckungen macht.


Ihr merkt schon, ich möchte nicht zu viel verraten.


"Der Fall Collini" ist sicher kein Film, in den man ein zweites oder drittes Mal geht. Er zeigt jedoch, dass Elyias M'Barek mehr spielen kann, als einen hyperaktiven Lehrer auf der Leinwand. Die Ernsthaftigkeit des Films ist von der ersten bis zur letzten Minute zu spüren. Und sie wird durch den Inhalt nochmals unterstrichen. Denn "Der Fall Collini" macht zum letzten Drittel des Films eine brisante Wende. Ohne zu viel zu sagen, sind die Stichworte Drittes Reich, Kriegsverbrecher und zweifelhafte deutsche Gesetzgebung nach dem 2. Weltkrieg zu nennen.


Der Fall Collini ist für einen Kinobesuch mit anschließendem Abendessen eine gute Wahl. Denn er fordert Diskussionsbedarf beim Zuschauer ein.


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